„Es braucht einen gewissen Grad an Solipsismus um Künstler zu sein!“

Dieses Bild zeigt den Künstler in einer sehr frühen Schaffensphase. Aufgenommen bei der Performance "Waffel und Puderzucker - sinnliche Blicke, unattraktive Badegäste" 

 

Schockiert von den vielfältigen Erscheinungsbildern leicht bis unbekleideter Badegäste stellte sich der Künstler die für ihn zentrale Frage wie ein natürlicher Formprozess diese absurd, teils surreal, manchmal gar abstoßend hässlich anmutende Formen geschafft haben kann. Schnell erkannte er, dass diese fremdartigen Gestalten Ergebnisse natürlicher Prozesse sind, die durch gezielte Aktionen, wie beispielsweise durch mehr oder minderer Zufuhr ausgewählter chemischer Substanzen natürlicher Basis, direkt steuerbar sind. 

 

In visionärer Weise verwendete der Künstler fortan kristalline Energieträger in pulverisierter Form als gestalterisches Element.

 

Die verführerischen Blicke wirken anziehend und verstörend zugleich. Dass sie offensichtlich gespielt sind, merken viele Betrachter erst bei längerem Hinschauen. Nicht wenige erwidern die Blicke unreflektiert und glauben darin nihilistische Botschaften zu erkennen.

 

Eingesperrt in seiner frühkünstlerischen Naivität wählte er bald darauf nichts Geringeres als seinen eigenen Körper als bevorzugtes Medium. Er experimentierte exzessiv und über Jahre hinweg, was in messbarem Übergewicht und damit spätpubertären Hänseleien ihm gegenüber endete. 

 

Auch diese Performance beweist wiederholt, dass der Künstler seiner Zeit regelmäßig weit voraus war, was die aktuelle Debatte über übergewichtige Kinder und Jugendliche schmerzhaft beweist. Die Performance ist als Meilenstein bei der Auseinandersetzung mit dem Thema zu betrachten. Vergleiche mit Beuys oder Abramovic liegen nahe und sind seitens des Künstlers durchaus gewollt.

 

Die heutige Würdigung seines Schaffens ist schwierig. Die Werke des Künstlers befinden sich weder im MOMA noch im MOCA. Auch große Galerien haben nie Interesse an seinen Werken bekundet. Genauso wenig sind sie in nennenswerten Privatsammlungen aufzufinden. Ein Großteil seines Werkes hat sich in den letzten Jahren ohnehin in Luft aufgelöst. Auf tragikomische Weise bestätigt dies jedoch auch seine Genialität. 

 

Als Performancekünstler scheut er sich ohnehin davor im Museum, wie ein Tier im Zoo, ausgestellt zu werden. Er möchte lieber seine Freiheit ausleben.

 

Auf die Anerkennung seines Gesamtwerkes wartet der Künstler bis heute vergebens. Der Künstler lebt und arbeitet in seiner eigenen Welt. Anzutreffen ist er meistens in Berlin.

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